Viel Beifall für 210 Minuten Konzert von 110 Musikern
Pressebericht des Giessener Anzeiger vom 22.1.2007
Multimedia-Begleit-Show vielfach gelobte Neuerung beim elften Neujahrskonzert in Großen-Linden - Erinnerungen an Weltmeisterschaft von 1974
GROSSEN-LINDEN (ee). 110 Musiker bescherten 210 Minuten lang 1000 begeisterten Zuhörern in der Lindener Stadthalle einen Konzertgenuss der sich im wahrsten Sinne des Wortes hören lassen konnte. Aufgelockert wurde das elfte Neujahrskonzert des Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden durch zwei große Videoleinwände die an den beiden Seiten der Bühne den Besuchern zu den Musikstücken ebenso Informationen lieferten, wie auch große Momente der Großen-Lindener Musikbotschafter in Erinnerung brachten. Überhaupt war die von Klaus Albach und Frank Schorge zusammengestellte Multimedia-(Begleit-)Show eine vielfach gelobte Neuerung, denn dies hatte es bei den vorausgegangenen zehn Konzerten noch nicht gegeben.
Insgesamt präsentierten sich die drei Formationen des Musikcorps äußerst professionell, ob nun die Jugendlichen zur Eröffnung, die Aktiven mit zahlreichen neuen Stücken und einer ganz besonderen Premiere als Zugabe oder aber die "74er Weltmeister" mit ihren beliebten Erfolgsstücken.
Dem gelungenen Auftritt der Musiker in nichts nach stand der durch das Programm geleitende ehemalige langjährige Vorsitzende Werner Rauber-Wagner, dem die Freude am gelungenen Konzert am Schluss des Abends anzusehen war. Mit einem Aufruf an die Helden "Summon the Heros" eröffnete der erstmals von Alexander Mehl geleitete Nachwuchs dieses alle zwei Jahre stattfindende Neujahrskonzert.
Diesem zu den Olympischen Spielen in Atlanta (1996) verfassten Stück ließen die Musiker im Alter von neun bis 21 Jahren mit "Schools world" die musikalische Interpretation eines Schülerlebens, sowie den typischen amerikanischen Marinemarsch "Oh Navy Pier" folgen. Ein besonderer Dank galt hier auch den ehrenamtlichen Ausbildern Stefan Weber, Sebastian Schmidt, Lars Wagner, Patrick Weihrauch und Sebastian Römer.
Mit der klangvollen Fanfare "Olympic Spirit" eröffnete das von Thomas Schmidt und Holger Schmidt geleitete Musikcorps seinen Auftritt. Die Brass Band, bei der es sich um ein reines Blechbläserensemble handelt, hat sich durch diese Besetzung in den Reihen der Feuerwehrmusik schon immer ihren eigenen unverkennbaren Sound geformt und seit Jahren beibehalten - und dadurch eine große Fangemeinde gewonnen. Dies zeigte sich auch bei einem Blick auf den Parkplatz, wo sich Kennzeichen aus allen angrenzenden Landkreisen, sowie aus dem Rhein-Main-Gebiet finden ließen. Selbst aus Purgstall waren die Freunde der mit Großen-Linden partnerschaftlich verbundenen Wehr angereist und auch "Drillmaster" Peter Everts mit einigen Freunden aus Holland durfte nicht fehlen.
Von der Promenaden-Polka über bekannte Filmmelodien wie "Children of Sanchez" und "Pirates of the Caribbean" spannte das Musikcorps einen Bogen bis hin zu "Marines Hymne Fantasy". Zudem gelang es den Musikern, einen musikalischen Bogen von romantisch ruhigen Stücken wie "Julia" hin zum spritzigen Erkennungsstück "Paso Doble" zu schlagen. Besondere Akzente setzte die Schlagwerk- und Perkussiongruppe mit "Show Sticks", die in der dunklen Halle besonders eindrucksvoll wirkten.
Als Solisten waren zudem die Trompeter Dirk Sasser bei "Gabriels Oboe", sowie "Vater und Sohn" Thomas und Sebastian Schmidt bei "Concierto de Aranjuez". Nicht nur mittels historische Aufnahmen, sondern auch durch Ehrenstabführer Wolfgang Schmidt wurden die großen Erfolge der "74er-Weltmeisterformation" nochmals in Erinnerung gebracht.
Unter der Leitung von Schmidt und Alfred Peppmöller verstanden es, die aus den Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen des Vereins wiederbelebte Formation gemäß ihrem eigenen Motto "Spaß an der Musik und Aufrechterhaltung des alten Sounds" mit den Werken "Trompetenparade ", "Jamaica" und dem Weltmeistertitel "New start" alte Begeisterung und bei gar manchem Zuhörer Erinnerungen zu wecken.
Die wurden auch durch den Auftritt vor zwei Jahren in Kerkrade wieder geweckt, als auf den Leinwänden die Abfahrt des Konvois und der mit einer Goldmedaille mit Lob gekrönten Leistung bei den Weltmeisterschaften belohnt wurde.