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Aktive und ´74er begeistern beim Benefizkonzert für die „Japan-Hilfe“

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Es war (wieder einmal) ein toller Konzertabend, der am zweiten Juli-Samstag im Kirmeszelt über die Bühne ging. Die Aktiven des Musikcorps unter Leitung von Thomas Schmidt und Alexander Mehl und die 74er unter Stabführung von Alfred Peppmöller präsentierten dem Publikum ein zweieinhalbstündiges Programm, das vom 1. Vorsitzenden des Musikcorps, Werner Rauber-Wagner moderiert wurde und zahlreiche musikalische Leckerbissen zu bieten hatte. Erstmals fand nach 2-jähriger Abstinenz die Großen-Lindener Kirmes wieder auf dem angestammten „Turnhallenplatz“ statt. Tim-Ole Steinberg, der 1. Vorsitzende der Burschenschaft „Einigkeit“, die die Kirmes zusammen mit der Mädchenschaft „Venus“ ausrichtete, begrüßte zu Beginn des Programms die knapp 400 Besucher und bedankte sich zugleich beim Musikcorps für die Bereitschaft, das Benefizkonzert unentgeltlich zu bestreiten.

Den musikalischen Auftakt machten dann die Aktiven mit der „Fanfare for a celebration“ und dem Robbie-Williams-Hit „Let me entertain you“. Dem schlossen sich weitere Grußworte an. Seitens der städtischen Gremien begrüßte, in Vertretung von Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz, der Erste Stadtrat Jörg König die Zuschauer und strich die hohe Spendenbereitschaft der Lindener Bevölkerung für die Japan-Hilfe heraus. Der 2. Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Linden-Warabi, Volker Heine, ging in seinen Grußworten gleichfalls auf die hohe Hilfsbereitschaft für Japan ein und stellte den Verwendungszweck der Spenden näher vor. Das Geld soll der Gemeinde Yamamoto (Präfektur Miyagi) zugute kommen, die zu einer der am schwersten betroffenen Kommunen in Japan zählt. Yamamoto zählte einst 16 695 Einwohner, 671 Menschen starben, 63 werden noch vermisst, derzeit leben noch rund 750 in Notunterkünften. In Abstimmung mit den politisch Verantwortlichen um Bürgermeister Yoritaka in der Partnerstadt Warabi und der Japanisch-Deutschen-Gesellschaft Warabi-Linden wird die Spende für eine 200 Meter vom Meer entfernt liegenden Grundschule verwendet, die starke Zerstörungen erlitten hat. Dabei soll in erster Linie in Lehrmittel investiert werden, so dass die angestrebte Hilfe bei jedem einzelnen Schüler sichtbar werden wird.

Nach den Reden setzen die Aktiven des Musikcorps den musikalischen Reigen fort und begeisterten die Besucher gleichermaßen mit getragenen Stücken („Julia“), mit Marschkompositionen („Arnhem“ und „Colour of Brass“), lateinamerikanischen Rhythmen („Flor de Luna“, „Oye como va“) und Filmmusik („Cinema Paradiso“).
Nicht fehlen durften an diesem Abend natürlich die ´74er. Unter der musikalischen Leitung von Alfred Peppmöller hatten die Musiker eine breite Palette traditioneller Stücke zu bieten. Nach dem „Symbol“ und „Royal Salute“ zu Beginn, wurde das Programm mit dem „Rijsdijk-Marsch“, einem holländischen Showmarsch mit dominierenden Trommelsoli, fortgesetzt. Dem schloss sich das Arrangement „Jamaica“ an, ehe das Traditionsstück der ´74er schlechthin, der „New Start“ zur Aufführung kam. Mit dem von einer Gesangseinlage geprägten Stück „Adalita“ verabschiedeten sich die ´74er zunächst vom Publikum.

Ohne Pause ging es weiter und die Aktiven baten zum zweiten Auftritt des Abends. Geographisch ging es dabei zunächst nach Amerika. Mit „North & South“ nahm man eine Anleihe aus der Musik der aktuellen Show „Fackeln im Sturm“. Es folgte das getragene Stück „New World´s Lago” von Antonin Dvoøák. Mit der 9. Sinfonie, die während seines dreijährigen Amerika-Aufenthaltes entstand, schuf Dvoøák sein wohl populärstes sinfonisches Werk. Danach stand die Musik des vor zwei Jahren verstorbenen Michael Jackson im „Rampenlicht“. Mit einem Medley der bekanntesten Melodien des „King of Pop“ endete die „musikalische Reise“ nach Amerika. Danach ging es zurück nach Europa und mit dem Marsch „Gibraltar“ geographisch gesehen an die Spitze der Iberischen Halbinsel in britisches Hoheitsgebiet. Begeistert aufgenommen wurde vom Publikum das abschließende „Udo-Jürgens-Medley“ mit unvergessenen Hits wie „Aber bitte mit Sahne“, „Ehrenwertes Haus“, „Ich war noch niemals in New York“, u.a.

Zum Schluss des Konzerts standen die fast 80 Musiker beider Formationen gemeinsam auf der Bühne, erhielten stehende Ovationen für „Paso doble“ und „Kees Laros“ und hatten auch danach noch den einen oder anderen „Zugabe“-Wunsch“ des begeisterten Publikums zu erfüllen. Der aus dem Benefizkonzert erzielte Erlös wird im Übrigen bei der Eröffnung des diesjährigen Lindener Stadtfestes am 5. August an die beiden Träger der Hilfsaktion „Japan-Hilfe“, die Stadt Linden und die Deutsch-Japanische Gesellschaft Linden-Warabi, übergeben. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang: Den Auftakt der 25. Auflage des Stadtfestes bestreitet diesmal das Musikcorps mit einem Kurzauftritt.