„Märsche und mehr …“ im Ritter

Lang, lang ist es her. Anno 1985 gab das Musikcorps bereits einmal ein Konzert im Hof der Gaststätte „Zum Goldenen Ritter“. Es war also an der Zeit ein Revival stattfinden zu lassen. Am vergangenen Sonntag war es nun soweit. „Märsche und mehr …“ lautete das Motto, unter denen sich die Aktiven angekündigt hatten.
Und die Rahmenbedingungen stimmten: Grandioses Wetter, tolles Ambiente im Gasthof, zudem ein guter Besuch. Dies bedeutete zusätzliche Motivation für die 44 Akteure um die Musikalischen Leiter Thomas Schmidt und Alexander Mehl. Mit „Highland Cathedral“ (Solisten: Sebastian Schmidt und Tobias Seifert) konnte der 1. Vorsitzende des Musikcorps Werner Rauber-Wagner, der gewohnt informativ durch das Programm führte, zunächst einen eher getragenen Titel anmoderieren.
Anschließend ging man mit den Arrangements „Arnhem“, „Prager Gassen“ und „Our Banner“ jedoch schnell in das Marschrepertoire über. Es folgten mit „North and South, Colonel Boogey, St. Louis“ bekannte Klänge, die das musikalische Grundgerüst der Show „Fackeln im Sturm“ darstellen. Mit dem „Largo“ aus der 9. Sinfonie von Antonin Dvorák wechselte man dann für einen Moment in das klassische Fach. Besagte Sinfonie trägt den Namen „Aus der Neuen Welt“, da sie von Dvoráks dreijährigem Amerika-Aufenthalt (1892-1895) inspiriert wurde. Den Abschluss des ersten Teils des Konzertes bildete der „Marines Hymn Phantasy“, mit dem man bekanntlich beim „World Music Contest“ 2005 in Kerkrade einen beachtlichen Erfolg feiern konnte.
Der zweite Teil des Konzertes war dann in erster Linie von neu einstudierten Stücken geprägt. Die Arrangements „Fanfare for a celebration“, „Constellation“ und „Gibraltar“ lieferten bereits einen Vorgeschmack auf das nächstjährige Neujahrskonzert. Die bekannten, eher getragenen Titel „Julia“ und „The Rose“ sorgten zwischenzeitlich für ein gelungenes Intermezzo inmitten der Marschstücke. Höhepunkt des offiziellen Programms war dann die Intonierung eines Medleys bekannter Melodien von Michael Jackson.
Mit „Billie Jean“ und „Heal the world“ seien nur zwei Ohrwürmer des „King of Pop“ genannt, die diesem Arrangement einen nachhaltigen Ausdruck verleihen. Eine Wiederholung beim angesprochenen Neujahrskonzert im Januar 2011 ist sicher. Bevor es zu den vom Publikum geforderten Zugaben kam, bedankte sich 1. Vorsitzender Werner Rauber-Wagner bei den Wirtsleuten Ilse Luh sowie Jutta und Jürgen Schaffer für die Initiierung der Veranstaltun
siehe auch YouTube ... Musikcorps goes Pop ...
Für eine humorvolle Einlage sorgte dann Dirigent Thomas Schmidt, als er den langjährigen Fan und ehemaligen Fahnenträger des Musikcorps, Klaus Scheidt vor das Musikcorps treten ließ und ihn bat, beim nächsten Stück, dem „Kees Laros“, als Dirigent aufzutreten. Dazu muss man wissen, dass Klaus Scheidt diesen Part in der Vergangenheit bereits einmal bei einer Kirmes ausgeführt hatte. Und auch dieses Mal ließ er sich nicht zweimal bitten, gab souverän den Takt seines Lieblingsstückes vor und hatte, im positiven Sinne des Wortes, die Lacher auf seiner Seite. Traditionsgemäß bildete der „Paso Doble“ dann den musikalischen Schlusspunkt des rund zweieinhalbstündigen Konzerts, an dessen Ende die Musiker mit begeisterndem Applaus der Besucher verabschiedet wurden.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch bereits die ersten Tickets für das anstehende Neujahrskonzert abgesetzt. Die Traditionsveranstaltung, die ihre 13. Auflage erfährt, findet am Samstag, 15.1.2011 um 19.00 Uhr in der Lindener Stadthalle statt. Auch dieses Mal werden wieder alle drei Gruppen des Musikcorps (Jugendmusikcorps, Aktive und ´74er) an der Gestaltung des Programms mitwirken. Der offizielle Kartenvorverkauf beginnt demnächst.