22.03.2010 Aufgaben des musikalischen Leiters werden getrennt
(ee). Eine musikalische Doppelspitze hat künftig das Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden. Thomas Schmidt wird dabei für die Musik verantwortlich zeichnen, während Alexander Mehl als Leiter Marsch und Show fungiert. Damit konnte nach einjähriger Vakanz dieses wichtigste musikalische Amt wieder besetzt werden. Vollzogen wurde in der Jahreshauptversammlung zudem ein Wechsel an der Vereinsspitze. Gründungsvorsitzender Werner Rauber-Wagner kehrt nach zehn Jahren wieder an die Vereinsspitze zurück und löst den nach sechs Jahren nicht mehr kandidierenden Klaus Demuth ab.
Nachdem es im vergangenen Jahr noch einige heftige Auseinandersetzung bei der Besetzung des Amtes des musikalischen Leiters und seines Stellvertreters gegeben hatte, brachte Demuth als letzte Amtshandlung einen Kompromissvorschlag ins Gespräch, der eine Satzungsänderung mit sich führen soll. Künftig soll es keine Unterteilung mehr in ersten und zweiten musikalischen Leiter geben, sondern eine Trennung bei den Aufgaben. So sollen die Bereiche Musik und Konzert von Marsch und Show getrennt werden.
In seinem letzten Rechenschaftsbericht erinnerte Demuth an die absoluten Höhepunkte wie die erste Auslandsreise nach Asien, das "Wasserkonzert" fürs Fernsehen und die Teilnahme des Jugendmusikcorps an der Weltmeisterschaft in Kerkrade, sowie das zwölfte Neujahrskonzert. Der Verein zählte zum Jahresende 280 Mitglieder. Das Musikcorps zählt 44 Aktive, 28 das Jugendmusikcorps und die 74er-Weltmeisterformation 33 Musiker. Dies sei der höchste Stand an Musikern in der Vereinsgeschichte.
87 Übungsstunden fanden statt, wobei für den besten Übungsstundenbesuch Alexander Mehl, Rudi Dudenhöfer und Sebastian Krauskopf ausgezeichnet wurden. Ein besonderer Dank galt Wolfgang Hofmann und Jürgen Braun für ihr Engagement im Vereinsheim, wo das Vordach umgebaut wird. Im Namen der 74er dankte Sprecher Klaus Schaarschmidt ganz besonders Alfred Peppmöller und Dirk Sasser für die Arbeit mit der Weltmeisterformation, die 18 Auftritte absolvierte und 15 Übungsstunden abhielt.
Jugendleiter Thomas Titz war sehr zufrieden mit der Jugendarbeit. Das 28 Mitglieder zählende Jugendmusikcorps verzeichnete 42 Proben und sieben öffentliche Auftritte. Beim Schnuppertag wurden neun Musiker gewonnen. Wie erfolgreiche die Jugendarbeit sei, habe sich nicht in Kerkrade, sondern vor allem bei einem Schauauftritt in der Ballsporthalle in Frankfurt gezeigt, wo acht Jugendliche den aktiven Zug unterstützten.
Ziel: Junge Musiker integrierenVon einem "anstrengenden, aber zunehmend schönen Jahr" berichtete der musikalische Leiter Alexander Mehl, der vor allem die Japanreise und den Fernsehauftritt als Höhepunkte anführte. Für die Zukunft sei das Musikcorps recht gut aufgestellt, aber weiterhin bestrebt, sich zu vergrößern. Hauptziel sei es auch weiterhin, möglichst viele junge Musiker zu integrieren. Im Berichtszeitraum wechselten sieben Schüler zu den Aktiven. Musikalisch laufe die "Fackeln und Sturm-Schau" sehr gut und auch die neue Schaumusik "Tanz der Vampire" gewinne immer mehr an Fahrt.
Rechner Gerd Krauskopf verwies auf eine zufriedenstellende Kassenlage. Erfreulich sei dabei, dass die Japanreise die Vereinskasse aufgrund der Zuschüsse nur mit rund 3900 Euro belastet habe. Bei den Vorstandswahlen wurden Rechner Gerd Krauskopf, Leiter Verwaltung Sebastian Schmidt und Klaus Schaarschmidt als Vertreter der 74er bestätigt. Ehrenstabführer Wolfgang Schmidt freute sich, dass nunmehr alle Vorstandsämter wieder besetzt wurden und lobte vor allem die jungen Musiker, die sich bei den Aktiven hervorragend einfinden.