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Betroffenheit über den Tod von Klaus Albach ist groß

Linden (gbp). Am vergangenen Donnerstag verstarb im Alter von 51 Jahren Klaus Albach aus Leihgestern.

Über 40 Jahre lang war der 1958 in Großen-Linden Geborene eng mit dem Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden verbunden, dessen Geschicke er als langjähriges Vorstandsmitglied maßgeblich mitgeprägt hat. »Der Tod von Klaus Albach hat uns alle sehr betroffen gemacht. Er war ein sympathischer und hilfsbereiter Kamerad, der für seinen Verein gelebt hat«, sagt Klaus Demuth, Erster Vorsitzender des Musikcorps.

Bereits 1967, als Neunjähriger, wurde Klaus Albach Mitglied im Musikcorps, wo er zunächst Trompete spielte und erst später zur Pauke wechselte. Als das Musikcorps 1974 die Doppel-Weltmeisterschaft in Kerkrade errang, war Albach bereits Mitglied bei den Aktiven. Von 1983 bis 1987 agierte er als Stimmführer der Trompeten und gehörte somit bereits dem Vorstand an. 1998 bis 2004 war er als Schriftführer und 2004 bis 2007 als Zweiter Vorsitzender tätig.

Sehr groß war Albachs Einsatz für das Vereinsheim des Musikcorps’: Seit den ersten Plänen 1992 und der Beschlussfassung für den Bau 1993 mit dessen Planung beschäftigt, hat er als Verantwortlicher und Bauausschussvorsitzender keine Sitzung versäumt, die mit der Planung, Finanzierung und Ausführung des Vereinsheimbaus in Zusammenhang stand. Ferner übernahm er Planung und Koordination der Arbeitseinsätze während der Bauphase 1994/95 und kümmerte sich bis kurz vor seinem Tod um die technische Unterhaltung des Vereinsheims.

Zudem war er Mitverantwortlicher bei der Planung und Durchführung der Musikschauen in Großen-Linden 1998 und 2003 und verantwortlich für den Bühnenaufbau und die Inszenierung der Neujahrskonzerte. Zudem war er Impulsgeber und eine der treibenden Kräfte bei der Teilnahme des Musikcorps am World Music Contest in Kerkrade 2005 und organisierte zahlreiche Auslandsreisen der Feuerwehrmusiker. Nicht zuletzt war er für seine Musikerkameraden unverzichtbarer Ansprechpartner in musikalischen Fragen und bei mancherlei Streitigkeiten, die das Vereinsleben einfach mit sich bringt: »Er hat uns mit seinem unerschütterlichen Optimismus viel Kraft gegeben und er hat Wege gefunden, Vorhaben auch gegen Widerstände zu realisieren. Es gab kein Problem, mit dem man nicht zu ihm kommen konnte,« sagt Klaus Demuth.

»Gleichzeitig hat er sein Schicksal niemals als Klage vor sich her getragen, sondern dankbar auf alles geblickt, was ihm geschenkt wurde. Er war für uns in vielerlei Hinsicht ein Vorbild.« Mit Dankbarkeit und Zuneigung denkt der Musikcorpsvorsitzende an seinen Musikerkameraden Klaus Albach, der eine Frau und eine Tochter hinterlässt: »Klaus hat im Musikcorps Großen-Linden tatsächlich unvergessliche Spuren hinterlassen. Unsere Gedanken sind bei ihm und bei seiner Familie, die jetzt auf unsere Unterstützung bauen kann.« (Foto: Thomas Wissner)

KAB



Bericht der Gießener-Allgemeine am 30.06.2009